ZFA · Deutsch / Kommunikation

Konfliktsituationen im Alltag begegnen

Interaktives Arbeitsblatt · Ich-Botschaften und Du-Botschaften
Hinweis zur Ausgangssituation: Die hochgeladene Word-Datei enthält die Aufgaben zu Lea und Jana, jedoch keine Beschreibung der konkreten Ausgangssituation. Für die Aufgaben 1–3 und 8 benötigen Sie diese Information von Ihrer Lehrkraft.

Aufgabe 1 · Leas Reaktion beurteilen

Wie finden Sie Leas Reaktion? Kreuzen Sie an und begründen Sie.

Aufgabe 2 · Partnerarbeit

Arbeiten Sie mit einer Partnerin oder einem Partner. Was passiert jetzt wohl zwischen Lea und Jana? Notieren Sie Stichpunkte.

Hilfe: Wird der Streit besser oder schlimmer? Kommt Jana jetzt pünktlich? Wie ist die Stimmung im Team?

Aufgabe 3 · Leas Antwort

Was hätten Sie an Leas Stelle zu Jana gesagt? Schreiben Sie Ihre Antwort in die Sprechblase.

Aufgabe 4 · Lesetext bearbeiten

Lesen Sie den Text. Unterstreichen Sie Wörter, die Sie nicht kennen. Nutzen Sie die Wörter-Hilfe.

Markieren Sie ein Wort mit der Maus oder durch langes Drücken und wählen Sie dann „Ausgewähltes Wort markieren“.

Du-Botschaft oder Ich-Botschaft?

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Jeder Mensch ärgert sich manchmal über andere Menschen. Dann sagen viele
schnell einen Satz mit „du“, zum Beispiel: „Du nervst!“ oder „Nie hörst
du mir zu!“. Solche Sätze heißen Du-Botschaften.
Thomas Gordon war ein amerikanischer Psychologe. Er hat untersucht, wie
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Menschen miteinander sprechen. Er sagt: Eine Du-Botschaft ist wie ein
Angriff. Sie enthält einen Vorwurf. Der andere fühlt sich schuldig und
schlecht gemacht. Darum verteidigt er sich oder greift zurück an. So
entsteht schnell Streit. Das eigentliche Problem wird dabei nicht gelöst.
Gordon empfiehlt deshalb Ich-Botschaften. Eine Ich-Botschaft hat drei
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Teile. Ich sage ruhig: 1. was ich gesehen habe (ohne Vorwurf), 2. wie ich
mich dabei fühle und warum, 3. was ich mir wünsche. Ein Beispiel: „Ich habe
gehört, dass du gestern bis 1 Uhr nachts laute Musik gemacht hast. Ich
konnte nicht schlafen. Heute bin ich müde und schlecht gelaunt, weil ich
früh aufstehen musste. Ich wünsche mir, dass du nachts leiser bist.“
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Mit einer Ich-Botschaft greife ich den anderen nicht an. Ich sage ehrlich,
dass ich ein Problem habe. Deshalb hört der andere besser zu. Er versteht,
warum mich sein Verhalten stört. Oft ist er dann bereit, sein Verhalten zu
ändern. Gordon sagt: Eine Ich-Botschaft ist wie eine Bitte um Hilfe.
Aber Vorsicht: Nicht jeder Satz mit „ich“ ist eine Ich-Botschaft. Der Satz
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„Ich finde, du bist faul“ ist immer noch ein Vorwurf.
Ich-Botschaften sind am Anfang schwer. Wenn man wütend ist, kommt die
Du-Botschaft schneller aus dem Mund. Man muss Ich-Botschaften also üben.
Aber es lohnt sich: Probleme werden gelöst, und man versteht sich auch
danach noch gut.

Text nach Ideen von Thomas Gordon (Die neue Familienkonferenz), stark vereinfacht

Wörter-Hilfe

der Psychologe = ein Fachmann für Gefühle und Verhalten von Menschen · der Angriff = man greift jemanden an (mit Worten oder Taten) · der Vorwurf = man sagt jemandem, dass er etwas falsch gemacht hat · sich verteidigen = sagen, dass man nichts falsch gemacht hat · empfehlen = einen Rat geben · das Verhalten = wie sich jemand benimmt · sich lohnen = gut sein, Vorteile bringen

Aufgabe 5 · Richtig oder falsch?

Richtig oder falsch? Kreuzen Sie an. Schreiben Sie die Zeile auf, in der Sie die Antwort gefunden haben.

AussagerichtigfalschZeile
a) Eine Du-Botschaft enthält oft einen Vorwurf.
b) Nach einer Du-Botschaft ändert der andere sein Verhalten meistens sofort.
c) Eine Ich-Botschaft hat drei Teile.
d) Bei einer Ich-Botschaft sage ich nicht, wie ich mich fühle.
e) „Ich finde, du bist faul“ ist eine gute Ich-Botschaft.
f) Ich-Botschaften muss man üben.

Aufgabe 6 · Vergleichen

Vergleichen Sie Du-Botschaft und Ich-Botschaft. Füllen Sie die Tabelle mit Informationen aus dem Text aus.

Du-BotschaftIch-Botschaft
Beispiel aus dem Text
Wie fühlt sich der andere?
Was passiert danach?

Aufgabe 7 · Du-Botschaft oder Ich-Botschaft?

Du-Botschaft oder Ich-Botschaft? Kreuzen Sie an.

Tipp: Achten Sie nicht nur auf das erste Wort. Lesen Sie noch einmal Zeile 19 und 20.

SatzDuIch
1) „Du bist echt so unzuverlässig!“
2) „Ich habe gesehen, dass das Röntgenbild noch nicht in der Akte ist.“
3) „Immer muss ich deine Arbeit machen!“
4) „Ich bin unsicher, weil ich diese Abrechnung noch nie gemacht habe.“
5) „Du denkst wohl, für dich gelten die Regeln nicht.“
6) „Ich würde mich freuen, wenn du die Abdrucklöffel gleich wegräumst.“

So bauen Sie eine Ich-Botschaft

Schritt 1: Was habe ich gesehen?

Ich beschreibe nur, was passiert ist. Ohne Vorwurf, ohne „immer“ und „nie“.

Ich habe gesehen, dass … / Mir ist aufgefallen, dass …
Schritt 2: Wie fühle ich mich? Warum?

Ich sage mein Gefühl und den Grund.

Ich bin …, weil … / Ich fühle mich …, weil …

Gefühle: ärgerlich, gestresst, enttäuscht, traurig, unsicher, besorgt, unruhig

Schritt 3: Was wünsche ich mir?

Ich sage, was ich mir für die Zukunft wünsche.

Ich wünsche mir, dass … / Ich würde mich freuen, wenn …

Aufgabe 8 · Ich-Botschaft für Lea

Lea möchte noch einmal mit Jana sprechen. Schreiben Sie eine Ich-Botschaft für Lea. Nutzen Sie den Bauplan. Sie können auch Ihre Antwort aus Aufgabe 3 verbessern.

Aufgabe 9 · Du-Botschaften umformulieren

Machen Sie aus den Du-Botschaften Ich-Botschaften. Erfinden Sie dafür eine passende Situation in der Praxis.

a) „Du bist so unfreundlich zu den Patienten!“

b) „Nie räumst du den Steri-Raum auf!“

c) „Sie haben einfach meinen Termin verschoben!“

Aufgabe 10 · Bedeutung im Beruf

Warum sind Ich-Botschaften in Ihrem Beruf wichtig? Schreiben Sie zwei bis drei Sätze.

Satzanfänge: In der Praxis sind Ich-Botschaften wichtig, weil … / Im Team … / Mit Patienten …

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